Reden und Artikel

Begrüssungsrede anlässlich des Intelligent Health Summit in Basel (Englisch)

(12. September 2018)

«On behalf of the government of the City of Basel, I am delighted to welcome you here today. I am pleased that you have chosen Basel as the venue for your conference. This region, located at the point where three countries – Switzerland, Germany, and France – meet, is perfectly positioned to host an event such as yours. We are honoured to have you as our guests during the «Intelligent Health» summit. In Basel, we are proud of our university, which is the oldest university in Switzerland. It was founded in 1460 and included, from its very beginning, a medical faculty. Today, we are home to the leading pharmaceutical companies Roche and Novartis, as well as numerous small and medium-sized life science companies. You won't find another small city with such innovative power anywhere else in the world.» Weiterlesen (PDF, 26 KB, nicht barrierefrei)

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Zum Ersten August: Die verblichene Vielfalt der Willensnation

Artikel in der «bz Basel»
(31. Juli 2018)

«Ich weiss nicht, wie viele 1.-August-Reden in den kommenden Tagen gehalten werden. Es dürften Hunderte, wenn nicht Tausende sein. Auf jeden Fall wird die Rede sein von der «Cohésion nationale», die gefährdet sei. Von der Schweiz, die «gerade in den heutigen Zeiten» enger zusammenstehen müsse. Von der nach innen oder, je nach politischer Färbung der Rede, von aussen bedrohten Solidarität. Nur in der Einheit sei man stark. Bei Grillständen und Feuerwerk spielt die Schweiz damit jeden Sommer die Nationwerdung gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach: Damals, aus dem alten Staatenbund war eben eine junge Nation geworden, wurde die Klammer um das Land kräftig aufpoliert. Man erinnerte sich der Habsburgerschlachten und Wilhelm Tell, förderte das Schwingen und Jodeln, baute das Landesmuseum und das Bundeshaus – und erfand den Ersten August.» Weiterlesen (PDF, 76 KB, nicht barrierefrei)

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Die Wirtschaft als Sozialpreis per se

Ansprache an der Verleihung des Basler Sozialpreises für die Wirtschaft vom 17. Mai 2018

Ich freue mich und es ist mir eine Ehre, im Namen des Regierungsrats den diesjährigen Basler Sozialpreis für die Wirtschaft zu überreichen. Er heisst ja seit letztem Jahr explizit «für die Wirtschaft», und nicht mehr «der Wirtschaft». Es handelt sich also um einen Preis der Behörden, einen politischen Preis, wenn Sie so wollen. Tatsächlich kann man sich politisch fragen: Inwieweit sind die Wirtschaft (Effizienz, Gewinnstreben) und Soziales (breite Wohlfahrt) ein Widerspruch oder aber gehen zusammen? Kann, darf, muss man der Wirtschaft einen Sozialpreis überweisen? Über diese ganz grundsätzlichen Fragen sind schon Enzyklopädien geschrieben worden. Weiterlesen (PDF, 19 KB, nicht barrierefrei)

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Der Sündenfall

(7. Mai 2018)

Mit und nach 1968 wurden neue Wertvorstellungen von der Gemeinschaft leichtfertig auf die Gesellschaft übertragen. Doch was im Kleinen funktionierte, hatte im Grossen nicht nur positive Folgen. Weiterlesen (PDF, 25 KB, nicht barrierefrei)

Begrüssungsrede anlässlich des World Banknote Summit in Basel (Englisch)

(27. Februar 2017)

«It is with great pleasure that I welcome you on behalf of our government to the city of Basel. We feel honoured and delighted that you have chosen our city as the venue for this year’s World Banknote Summit. Perhaps this is not a coincidence. After all, our 1,000 Swiss franc note, arguably the most valuable banknote in the western world, features Jakob Burckhardt, a Basel native born and bred! Descended from an ancient local family, he became one of the most famous historians of his time and was known far beyond his native town.» Weiterlesen (PDF, 16 KB, nicht barrierefrei)

Ja zu mehr Qualität – Ja zum neuen Taxigesetz

(24. Oktober 2015)

«Am 15. November stimmen wir Baslerinnen und Basler über das totalrevidierte Taxigesetz ab. Auslöser für diese Revision war zum einen die verbreitete Kritik, dass nicht alle Taxifahrer jene Visitenkarte unserer Stadt abgeben, die wir uns wünschen. Zum anderen widerspricht das alte Taxigesetz dem übergeordneten – internationalen und schweizerischen – Recht. Konkret werden das Binnenmarktgesetz und das Freizügigkeitsabkommen derzeit verletzt. Dagegen läuft die Gewerkschaft Unia Sturm. Verschiedene Meinungen zu haben, ist in einer Demokratie nichts Aussergewöhnliches. Unhaltbar ist aber das polemische Verbreiten von Unwahrheiten.» Weiterlesen (PDF, 15 KB, nicht barrierefrei)

Wir dürfen keine Angst haben, kritisiert zu werden

Ansprache an der Vereidigungsfeier der Kantonspolizei Basel-Stadt
(9. September 2014)

«Alle Jahre versammeln wir uns hier in der Martinskirche zur grossen Vereidigungsfeier der Kantonspolizei Basel-Stadt. Manche unter Ihnen waren das letzte Jahr bereits dabei. Einige sind vielleicht das dritte, vierte oder fünfte Mal zugegen. Die Habitués machen das erste oder zweite Dutzend voll. Und die Urgesteine unter Ihnen nahmen das erste Mal kurz nach dem Bau der Martinskirche an einer Vereidigungsfeier teil. Ich nenne keine Namen, aber Werner Blatter weiss, wen ich meine.» Weiterlesen (PDF, 24 KB, nicht barrierefrei)

Die Strahlkraft der Justitia

Artikel in der «Basler Zeitung»
(15. März 2014)

«Die Kanalisierung der Rache zählt zu den grössten Errungenschaften der Zivilisation. Die Sippe soll Vergehen nicht mehr «willkürlich», sondern nach mehr oder weniger definierten «Regeln» ahnden. Das gilt intern gegenüber den eigenen Mitgliedern und vor allem extern gegenüber anderen Clans. Wie diese Regeln auch immer konkret lauten, wie genau sie formuliert, wie konsequent sie eingehalten und durchgesetzt werden, ob «demokratisch legitimiert» oder nicht: Ohne diese «Justiz» wäre der Sprung von der Ansammlung einzelner Gemeinschaften zur austauschenden Gesellschaft nicht gelungen.» Weiterlesen (PDF, 25 KB, nicht barrierefrei)

Beaucoup de dieux, beaucoup de maîtres!

Ansprache am Jahresanlass 2014 der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt
(11. März 2014)

«Beim Joggen am Rhein ist mir folgendes aufgefallen – und Sie können es selbst sehen, wenn Sie am Hafen die Uferstrasse stadtauswärts gehen. Rechter Hand kommt der so genannte Wagen-platz, die dort illegale, aber geduldete Zwischennutzung. Auf einer Mauer findet sich ein künstlerisch sehr ansprechendes Graffito mit dem Slogan: ‹Ni Dieu ni maître›. Ich weiss, dass Sie sich jetzt reflexartig überlegen, welcher Strafbestand hiermit erfüllt sein könnte, aber das ist nicht mein Punkt. Mir geht es um den Inhalt.» Weiterlesen (PDF, 24 KB, nicht barrierefrei)