Menschenhandel

Menschenhandel ist ein weltweites Phänomen und kommt auch in der Schweiz vor . Diese Kriminalität tritt in den Erscheinungsformen der Zwangsprostitution, der Arbeitsausbeutung und des Organhandels auf.

Menschenhandel

Strafverfahren wegen Menschenhandels und Förderung der Prostitution sind komplex, personal- sowie zeitintensiv: Angesichts der geringen Aussage- und Kooperationsbereitschaft der Opfer gestaltet sich die Beweisführung äusserst schwierig. Zudem müssen internationale und interkantonale
Rechtshilfeverfahren angestrengt werden, damit in den national und transnational agierenden Strukturen und Netzwerken ermittelt werden kann. Kann dennoch Anklage erhoben werden, sind die Opfer häufig nicht bereit, im Strafverfahren anwesend zu sein, womit die von Strafprozessordnung geforderte Konfrontation mit den Beschuldigten nicht durchgeführt werden kann.
Der Regierungsrat Basel-Stadt hat am 29. August 2017 die Schwerpunkte zur Kriminalitätsbekämpfung und Strafverfolgung für die Jahre 2017 bis 2019 erstmals festgelegt. Verstärkt bekämpft werden sollen Gewaltstraftaten, Einbruchdiebstahl und Menschenhandel – drei Deliktfelder, die aus verschiedenen Gründen besonders im Fokus stehen.

Medienmitteilung des Regierungsrats Basel-Stadt vom 29. August 2017

Die Strafbestimmung über den Menschenhandel ist im Artikel 182 des Schweizerischen Strafgesetzbuches zu finden. Schweizerisches Strafgesetzbuch, SR 311.0

In zahlreichen weiteren nationalen Gesetzen und internationalen Abkommen hat sich die Schweiz verpflichtet, den Menschenhandel zu bekämpfen, die Opfer zu schützen und die Täter zu bestrafen. Eine Zusammenstellung über die Rechtsquellen findet sich auf der Website deRBundeskoordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel, KSMM. Rechtliche Bestimmungen Menschenhandel

Mehr Informationen zum Thema Menschenhandel finden Sie auch auf der Homepage der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren. KKJPD, Menschenhandel

 

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